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Erste Ideen für ein smartes Pforzheim

Im Rahmen der Antragstellung zur Bewerbung für das Förderprogramm wurden verschiedene Maßnahmen vorgestellt, die im Rahmen des Programms umgesetzt werden könnten. Die bisher fünf Maßnahmen gelten als Ideen aus der Stadtverwaltung und werden während des Prozesses im Austausch mit Gremien, Expertengruppen und der Bevölkerung überprüft und können durch weitere Möglichkeiten ergänzt werden.

Online-Plattform zur Bürgerbeteiligung

Mit der Online-Beteiligungsplattform möchte die Stadt Pforzheim aktiv zur Mitarbeit an Lösungen zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung anregen. Hiermit soll verhindert werden, dass der Digitalisierungsprozess nur verwaltungsintern hinter verschlossenen Türen stattfindet. Auf der Plattform werden regelmäßig Herausforderungen, sogenannte "Challenges", veröffentlicht, wozu verschiedene Gruppen Projektideen und –skizzen einstellen, bewerten sowie weiterentwickeln können. Sie dient als neuer zeit- und ortsunabhängiger Raum, der Hürden der Teilhabe abbaut und unterschiedliche Zielgruppen zusammenbringt.

Wozu ist das gut?

Die Plattform soll einen Dialog mit der Bevölkerung ermöglichen und diese in politische Entscheidungsprozesse einbinden. Die Kooperation und Teilhabe an der Stadtentwicklung wird gefördert und gleichzeitig werden soziale und kulturelle Interaktion der Stadtgesellschaft unterstützt.

Wo wird das eingesetzt?

Die Beteiligungsplattform ist ein Angebot für die gesamte Bürgerschaft, Studierende, Start-Ups und weitere Interessensgruppen der Stadt Pforzheim. Damit umfasst sie digital das gesamte Stadtgebiet.

Was kann daraus werden?

Teilhabe ist ein zentraler Bestandteil bei der Bürgerbeteiligung in Pforzheim. Das Modellprojekt wird nach erfolgreichem Test in das städtische Beteiligungsmanagement aufgenommen.

Gewerbegebiet der Zukunft

Das Gewerbegebiet der Zukunft soll verschiedenen Herausforderungen in der Wirtschaft kompetent begegnen können. Im Zuge der Erschließung des Gewerbegebiets "Südlich des Hohbergs" sollen hier vor allem unter Nachhaltigkeitsaspekten verschiedene digitalgestützte Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Zu diesen zählen intelligente Einfahrtskontrollen und Logistik-Services, eine vernetzte Infrastruktur und die gemeinsame Nutzung von Mobilitätsangeboten.

Wozu ist das gut?

Das Gewerbegebiet soll ein widerstands- und zukunftsfähiger Gewerbestandort werden, welcher ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigt.

Wichtige Ziele sind hierbei:

  • Mehr Flächeneffizienz
  • Reduktion von Verkehrs-, Lärm- und CO2-Emissionen in der Stadt
  • Energie- und Ressourceneinsparungen

Wo wird das eingesetzt?

Die Vision des Gewerbegebiets der Zukunft wird im neuen Gewerbegebiet "Südlich des Hohbergs" umgesetzt.

Was kann daraus werden?

Nach erfolgreichem Einsatz im Gewerbegebiet "Südlich des Hohbergs" sollen die Maßnahmen schrittweise auf weitere Gewerbegebiete ausgeweitet werden.

Integrierte Quartierslogistik

Durch die Integrierte Quartierslogistik sollen vorhandene Quartiere in der Stadt Pforzheim an die neuen Anforderungen eines Wohngebiets durch neue Anlaufpunkte angepasst werden.

Durch den enormen Zuwachs des Onlinehandels während der Pandemie hat der Einzelhandel Probleme, mit Amazon & Co. mithalten zu können. Um dieser Problematik entgegenwirken zu können, sollen anbieteroffene, multifunktionale Mikro-Depots geschaffen werden. Dabei handelt es sich um kleine, lokal gelegene Lagerräume, freie Ladeflächen sowie bereits vorhandener Einzelhandel. Diese sollen als zentrale Anlaufpunkte im Stadtviertel für verschiedene Aufgaben genutzt werden. Unter anderem als Paketannahme- und Abgabestelle, als Click- & Collect-Services für den lokalen Handel, als Sharing-System für Alltagsgegenstände für die Bürgerschaft und als nachhaltige Mobilitätsstation, beispielsweise durch E-Lastenfahrräder.

Wozu ist das gut?

Die Mikro-Depots tragen dazu bei, den Lieferverkehr nachhaltiger abwickeln zu können, öffentliche Plätze wiederzubeleben, sowie den lokalen Handel attraktiver zu machen. Dies trägt zu folgenden Punkten bei:

  • Reduzierung von Verkehrs-, Lärm- und CO2-Emissionen in der Stadt
  • Effiziente Flächennutzung
  • Bündelung des Lieferverkehrs und Unterstützung des lokalen Handels durch zusätzliche Lieferinfrastruktur

Wo wird das eingesetzt?

Zunächst werden erste Mikro-Depots in der Innenstadt eröffnet.

Was kann daraus werden?

Eine schrittweise Erweiterung auf weitere Stadtquartiere und das Gesamtgebiet der Stadt Pforzheim kann bedarfsgerecht erfolgen, da sich die flexiblen Mikro-Depots quartiersabhängig und zielgruppengerecht anpassen lassen.

Klimaneutrale Sportstätte

Im Rahmen eines nachhaltigen Gesamtkonzepts auf Vereins- und Sportebene soll eine CO2- und klimaneutrale Sportstätte entstehen. Das bedeutet, dass die Nutzung ebendieser keine klimaschädlichen Emissionen verursacht.

Dies wird erreicht durch die Verwendung intelligenter Messsysteme und energetischer Maßnahmen.

Wozu ist das gut?

Der Energie- und Wasserverbrauch der Sportstätte soll reduziert werden. Der Energiebedarf für Beleuchtung und sonstige elektrische Geräte soll durch den Einsatz einer Photovoltaik-Anlage gedeckt und gespeichert werden.

Daraus ergeben sich folgende Wirkungen:

  • Reduzierung des Ressourcen- und Energieverbrauchs
  • Senkung der CO2-Emissionen
  • Die Stadt Pforzheim nachhaltiger und lebenswerter gestalten

Wo wird das eingesetzt?

Die Maßnahme bezieht sich auf das städtische Sportareal im Brötzinger Tal, welches Platz für ca. 4.500 Zuschauer bietet.

Was kann daraus werden?

Die Erkenntnisse aus der Maßnahme zu Ressourcen- und Energiereduzierung werden schrittweise auf weitere städtische Sportanlagen im Stadtgebiet übernommen und an die dortigen Gegebenheiten angepasst. Zudem kann dieses Projekt als "Blaupause" für die Umsetzung kommunaler Nachhaltigkeitskonzepte für Sportstätten dienen.

Smarte Regulation urbaner Ökosysteme

Das urbane Ökosystem ist eine Bezeichnung für die spezielle städtische Lebensumwelt und ihren Einfluss auf die darin lebenden Tiere und Pflanzen. Durch die Corona-Pandemie und Lockdown-Situationen haben Grün- und Freiräume für die Bevölkerung noch mehr an Bedeutung als wichtige Rückzugsorte und Orte des Zusammenseins gewonnen. Diese Räume sollen auf-, ausgebaut und widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse gestaltet werden. Die Stadt Pforzheim möchte diesen Lebensraum mit Hilfe der Maßnahme „Smarte Regulation urbaner Ökosysteme“ nachhaltig unterstützen.

Durch Smarte Regulation wird eine datenbasierte Bedarfs- und Zustandsanalyse des Ökosystems entwickelt. Dafür werden Umweltdaten in Echtzeit erfasst, auf deren Basis z. B. die Steuerung der Bewässerung und Pflege von Grün- und Freiräumen optimiert oder negative Einflüsse auf die Ökosysteme frühzeitig erkannt werden sollen. Datengestützte Pflegepatenschaften sollen auch die Einwohnerschaft im Stadtviertel miteinbeziehen. Beispielsweise könnten Pflegepersonen sehen, wie es sich mit dem Wasser- oder Mineralhaushalt ihres Pflegeobjektes verhält, wann es gegossen werden muss, wie viel CO2 es neutralisiert, etc.

Wozu ist das gut?

Grünflächen sind von großer Bedeutung für die Umwelt- und Lebensqualität. Sie beeinflussen das Stadtklima positiv und leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität.

Erzielt wird hierdurch

  • ein rücksichtsvoller Umgang mit Ressourcen zur ökologischen Nachhaltigkeit der Stadt
  • eine Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs
  • die Schaffung widerstandsfähiger, sowie den Erhalt lebenswerter Orte

Wo wird das eingesetzt?

Zunächst werden die Maßnahmen zur „Smarten Regulation urbaner Ökosysteme“ im  Sanierungsgebiet Nordstadt II umgesetzt.

Was kann daraus werden?

Eine schrittweise Ausweitung auf alle Grün- und Freiflächen im Stadtgebiet ist nach erfolgreicher Erprobung vorgesehen.