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Erste Zukunftswerkstatt im EMMA-Kreativzentrum gestartet

Vision für ein „smartes Pforzheim“: OB Peter Boch begrüßt Teilnehmer und will „Digitalisierung aktiv und gemeinwohlorientiert“ vorantreiben

Foto: OB Peter Boch hält eine Präsentation vor Publikum
OB Peter Boch begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und will die "Digitalisierung aktiv und gemeinwohlorientiert" vorantreiben

Pforzheim bricht auf in seine digitale Zukunft. Gemeinsam mit der Stadtgesellschaft möchte die Stadt unter dem Motto „Pforzheim. Gemeinsam. Smart“ eine Smart-City-Strategie für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft Pforzheims entwickeln. Den Auftakt dazu machte heute die erste Zukunftswerkstatt im EMMA-Kreativzentrum mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung und Politik sowie zahlreichen klugen Köpfen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürgern Pforzheims erfolgt im zweiten Teil der Zukunftswerkstatt am 18. und 19. Mai. „Unser Ziel ist es mithilfe von Fördergeldern, die Digitalisierung unserer Stadt weiter voranzutreiben – aktiv und gemeinwohlorientiert“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Der Prozess solle daher auf eine möglichst breite Basis gestellt werden. Die Strategie, die Ende des Jahres im Gemeinderat verabschiedet werden solle, bilde dabei den Rahmen für eine digitale Stadtentwicklung und sei Fahrplan für die Umsetzung von Maßnahmen. Die Entwicklung einer Strategie ist zudem Grundvoraussetzung des Fördergebers. „Wir müssen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen“, begründet der Oberbürgermeister seine Initiative. „Nicht zuletzt die aktuellen Krisen haben deutlich gezeigt, welche digitalen Defizite wir in Deutschland haben. Deswegen ist es notwendiger und wichtiger denn je, die Digitalisierung voranzutreiben.“

In den nächsten Schritten soll neben den Bürgerwerkstätten am 18. und 19. Mai die gesamte Stadtgesellschaft in die Erarbeitung der Strategie miteinbezogen werden, indem zielgruppengerecht sowohl klassische als auch digitalgestützte Beteiligungsformate durchgeführt werden, z.B. wird ein mobiler „Ideenspeicher“ in Form eines Tiny Houses mit digital-gestützter Ausstattung durch Pforzheim touren. Er wechselt dabei in regelmäßigem Turnus den Standort. Er erreicht alle Quartiere und Stadtteile, steht vor Ortsverwaltungen, Schulen, Quartierszentren, Sportvereinen und Religionsstätten. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort generiert und sammelt er Ideen zur Strategie- und Stadtentwicklung, Wiederbelebung und Wiedererstarkung Pforzheims. An der heutigen Veranstaltung konnten Mitglieder des Digitalisierungsbeirats, des Beteiligungsbeirats, Stadträte, Jugendgemeinderäte, Mitglieder des Internationalen Beirats sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung gemeinsam etwa dreieinhalb Stunden im Rahmen eines „World-Cafés“ miteinander arbeiten und ins Gespräch kommen, nachdem zunächst im Plenum die Handlungsfelder und Zielsetzungen vorgestellt worden waren. Parallel zu den verschiedenen Projektphasen gibt es Gelegenheiten, sich über den aktuellen Stand der Smart-City-Initiative zu informieren und immer wieder einzubringen. Unter www.smartcity-pforzheim.de, auf öffentlichen Veranstaltungen im Dialog und perspektivisch ab Sommer auf der Beteiligungsplattform www.mitmachen-pforzheim.de.

Pforzheim war im Rahmen der dritten Staffel des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat im vergangenen Jahr als eines von bundesweit 28 Modellprojekten ausgewählt worden. In Aussicht gestellt wurden dabei Fördermittel in Höhe von 9,1 Millionen Euro für die nächsten 5 Jahre.