Zum Inhalt springen

Sensorik

Die intelligente Stadt: Sensorik als Schlüssel für Effizienz und Komfort

Tankbank in der Pforzheimer Innenstadt
Intelligente Tankbank
©Stadt PforzheimFoto: Dominik Mokrski

In einer zunehmend vernetzten Welt spielen Sensoren eine entscheidende Rolle bei der Optimierung verschiedener städtischer Prozesse. Von der Bewässerung von Grünflächen bis zur Verwaltung von Verkehrsströmen bieten Sensoren in Städten innovative Lösungen für eine effizientere Nutzung von Ressourcen und eine verbesserte Lebensqualität. Die Stadt Pforzheim nutzt Sensorik, um effektive Lösungen für alltägliche Herausforderungen zu schaffen. Durch gezielte Projekte werden innovative Ideen getestet und implementiert, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern und gleichzeitig Ressourcen effizienter zu nutzen.

Wie kann man mit Sensoren Baumbewässerung optimieren?

In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Pforzheim wurden als Pilotprojekt Bäume mit Feuchtigkeits- und Temperatursensoren ausgestattet. Mittels LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) übermitteln die Sensoren den Grad der Bodenfeuchte und die Temperatur im unmittelbaren Umfeld der Baumwurzeln. Mit den übermittelten Daten kann die Bewässerung der städtischen Bäume effizienter und die Bewirtschaftung der städtischen Grünflächen bedarfsgerechter gestaltet werden. Zudem können auch Rückschlüsse auf den Zustand der anderen Bäume und Grünflächen geschlossen werden und somit die Bewässerung und Versorgung der städtischen Bäume insgesamt verbessert und ressourcenschonender gestaltet werden. Bei künftigen Trockenperioden kann so gezielter bewässert werden.

Womit lassen sich Heizungsanlagen in Verwaltungsgebäuden effizient steuern?

Im Neuen Rathaus sorgen Sensoren für eine präzise Steuerung der Heizungsanlagen. Durch die Erfassung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit kann das Heizsystem automatisch angepasst werden, um den Komfort zu maximieren und gleichzeitig den Energieverbrauch zu minimieren. In jedem der rund 200 Räumen ist ein Regler vorhanden, der die Temperatur misst und die Heizung gemäß eines vordefinierten Schwellenwertes individuell einstellt. Der Energieverbrauch wird dadurch deutlich reduziert. Die Sensoren lassen sich einfach neu programmieren, sodass die Stadt schnell und flexibel zum Beispiel auf Wetterveränderungen reagieren kann. Durch die zentrale Datenerfassung werden Abweichungen bei der Beheizung oder Belüftung sofort erkannt und die Stadt kann technische Störungen schneller beheben.

Wie kann eine Sitzbank Bäume gießen?

Intelligente Tankbänke versorgen Bäume an zwei Standorten im Stadtgebiet automatisch mit Wasser. Wann und in welchem Umfang die Bäume bewässert werden, wird individuell für jeden Baum bestimmt und über ein automatisiertes System reguliert. Dabei wird der lokale Wasserspeicher von einem Algorithmus gesteuert, der verschiedene Datenquellen berücksichtigt. Dazu gehören beispielsweise Daten von Sensorik im Boden, die die Feuchtigkeit misst, die aktuelle Wetterprognose und Daten über regionale Niederschlagsmengen. Der Füllstand des Wasserspeichers wird digital übermittelt, sodass er bei Bedarf gefüllt werden kann.

Über ein Dashboard werden die Daten in Echtzeit visualisiert:

Aquabench Bahnhofsstraße  

Aquabench Hauptbahnhof 

Die fortschreitende Integration von Sensorik in städtische Infrastrukturen verspricht eine intelligente und nachhaltige Entwicklung. Diese Technologien helfen nicht nur, Ressourcen effizienter zu nutzen, sondern tragen auch dazu bei, Städte für ihre Bewohner sicherer, komfortabler und zugänglicher zu gestalten. Eine smarte Stadt ist nicht nur technologisch fortschrittlich, sondern vor allem auch lebenswerter.